Die Nervenbahnen der Informationsgesellschaft

Die Zunahme der Internetnutzung in den letzten 10 Jahren ist beachtlich. 79% der Europäer zwischen 16 und 74 Jahren benutzen das Internet mindestens einmal pro Woche. 2007 lag dieser Anteil bei 51%, weitere zehn Jahre zuvor waren es lediglich rund 10%, die das Internet regelmässig nutzten. (Quelle MAMet: Net-Metrix-Base). Diese Zahlen lassen eine wichtige Tendenz erkennen. Das Internet ist längst zu einem alltäglichen Medium geworden, zu einer selbstverständlichen Technologie.

Schweiz im globalen Vergleich an Spitzenposition

Mit der rasant fortschreitenden technologischen Entwicklung nimmt auch der Bandbreitenbedarf ständig zu. Man schätzt, dass sich die übertragene Datenmenge alle 20 Monate verdoppelt. Der Zugang zu schnellem Internet ist damit eine Voraussetzung und heute ein wichtiger Standortfaktor. Zwar nimmt die Schweiz im globalen Vergleich eine Spitzenposition bei der Breitband-Penetration ein, letztlich geht es aber nicht um den Landesdurchschnitt, sondern die konkrete Versorgungssituation in der eigenen Liegenschaft.

Wer die Wahl hat, hat das Angebot

Dank eines regen Wettbewerbs schreitet der Ausbau der Datenautobahn mit erhöhtem Tempo voran. Immer mehr und immer neuere, massgeschneiderte Service Angebote fluten den Markt und passen sich den Kundenbedürfnissen an. Diese handeln längst nicht mehr nur von Geschwindigkeit. Heute ist es in der Regel ein Gesamtpaket aus Unterhaltungs- und Kommunikationsdienstleistungen, die den Kunden überzeugen. Um beim Bild der Autobahn zu bleiben – man will nicht nur schnell von A nach B kommen, sondern so komfortabel wie möglich reisen, mit entsprechendem Entertainment und möglichst ohne Baustellen. Ein breites Angebot an TV-Sendern und On-Demand-Inhalten, Zusatzmöglichkeiten und selbstverständlich nahtloses Internet in höchster Qualität, nicht nur am Hausanschluss sondern auch über WLAN und Mobilfunk sind gefragt. Das verlangt nach Breitbandzugangsdiensten mit erweiterten Leistungsmerkmalen, die über das hinausgehen, was herkömmliche Telekommunikationsnetze bieten können. Moderne Breitbandverbindungen sind die Nervenbahnen der Informationsgesellschaft, ohne dessen Erschliessung könnten Gemeinden schnell ins Hintertreffen gelangen. Unabhängig von Gebiet, Struktur, Lage und Topografie – die Datenautobahnen müssen städtische wie ländliche Gebiete erschliessen und dabei potenzielle Hürden überwinden. Nicht überall kann es der Markt alleine richten, in den Randregionen braucht es sinnvolle Modelle, damit diese den Anschluss nicht verpassen.

 

 

 

 

One thought on “Die Nervenbahnen der Informationsgesellschaft”

  1. acheter cbd sagt:

    Guten Morgen! Dank für den umfassenden Artikel.Ich mag Deine Webseite!

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